Antriebe und Steuerungen in verschiedenen Varianten
MTF Technik bietet leistungsstarke Antriebe, die Kraft, Leistung und Wirtschaftlichkeit optimal vereinen. Jeder Antrieb wird individuell auf das jeweilige Förderband und die spezifischen Anforderungen abgestimmt, um eine maximale Effizienz und Zuverlässigkeit zu gewährleisten. Durch eine robuste Konstruktion und solide Auslegung haben sich die eingesetzten Antriebssysteme in unterschiedlichsten Anwendungen bewährt und sorgen für einen reibungslosen Materialfluss.
Die Antriebslösungen von MTF Technik überzeugen durch hohe Servicefreundlichkeit und vielseitige Steuerungsoptionen. Je nach Anforderung können die Bandgeschwindigkeiten konstant, stufenlos regelbar, getaktet oder in einer Kombination aus beiden Steuerungsarten betrieben werden. Dies ermöglicht eine präzise Anpassung an den jeweiligen Förderprozess, wodurch Produktionsabläufe optimiert und Stillstandzeiten minimiert werden.
MTF Technik setzt auf innovative Antriebskonzepte, die sich flexibel in verschiedene Förderbandsysteme integrieren lassen. Während innenliegende Antriebe und Trommelmotoren standardmäßig mit einem Planetengetriebe ausgestattet sind, bieten außenliegende Antriebe die Möglichkeit, Schnecken- oder Stirnradgetriebe einzusetzen. Diese Auswahl garantiert eine optimale Anpassung an die spezifischen Einsatzbedingungen.
- Unsere Produkte
- Ihre Vorteile
- Antriebe im Detail
- FAQ
Produkte filtern
Warum sollten Sie sich für MTF Technik entscheiden?
Produkt-nach-Maß-Fertigung
Sonderlösungen
Ganzheitlicher Service
Expertise seit über 50 Jahren
Patentierte Technologien
Vorteile der MTF Technik Antriebe
Effiziente und drehmomentstarke Drehstrommotore
Große Auswahl verschiedener Antriebseinheiten je nach Kundenanforderung
Geringer Wartungsaufwand und hohe Verfügbarkeit
Trommelmotoren und innenliegende Antriebe für optimale Platzausnutzung
Breites Spektrum an standardmäßigen Bandgeschwindigkeiten und Leistungsklassen
Qualitativ hochwertige Materialien
Die Antriebe im Detail
Vielfältige Antriebslösungen für jede Förderbandanwendung
Die meisten Antriebseinheiten von MTF Technik basieren auf einem Drehstrom-Getriebemotor. Hier setzen wir seit vielen Jahrzehnten auf unsere bewährten deutschen Lieferanten für Schneckengetriebemotoren, Stirnradgetriebemotoren, Trommelmotoren, und Planetengetriebemotoren. Die Motoren können je nach Aufgabenstellung in unterschiedlichen Varianten angesteuert werden. Bei Geräten, die als unvollständige Maschine im Sinne der Maschinenrichtlinie ausgeführt werden, ist der Klemmkasten des Motors die Schnittstelle zur Kundenanwendung. Das heißt, die gesamte Verdrahtung obliegt dem Kunden. Dies ist zum Beispiel bei vielen OEM-Anwendungen der Fall, bei denen vor allen Dingen Förderbänder in Kundenmaschinen, wie Papierschneidemaschinen, Verpackungsmaschinen, Roboterzellen, etc. fest eingebaut werden. Hier erfolgt dann in der Regel der Motorschutz oder eine Drehzahlregelung über eine kundenseitige Steuerung.
Die einfachste und günstigste komplette Ansteuerung stellt ein Motorschutzschalter dar. Hierbei wird die Stromaufnahme des Motors überwacht und dieser entsprechend gegen Überlastung geschützt. Der Motorschutzschalter ist standardmäßig in einem Gehäuse mit aufgesetztem Not-Halt Schlagtaster ausgeführt. Auf Wunsch – und je nach Anwendung – kann der Not-Halt Taster auch entfallen. Hierüber lassen sich die Geräte ein- und ausschalten und mit konstanter Geschwindigkeit betreiben. Standardmäßig ist diese Antriebseinheit für 3~ 400V/50Hz inkl. 16A CEE-Stecker ausgelegt. Bei Sonderanwendungen kann der Motor auch 1-phasig in einer Steinmetz-Schaltung mit einem entsprechenden Kondensator betrieben werden. In diesem Fall wird die Einheit dann mit einem Schuko-Stecker ausgestattet.
Eine weitere Form der Ansteuerung stellt ein Frequenzumrichter dar. Als Standard nutzt MTF Technik hier 1~ 230V, 50Hz in Kombination mit einem Schuko-Stecker zur Stromversorgung. Über den Frequenzumrichter kann das Gerät ein- und ausgeschaltet sowie darüber hinaus in der Geschwindigkeit gesteuert werden. Maximal kann dabei die Frequenz von ca. 10Hz bis 85Hz eingestellt werden, d.h. es ergibt sich ein Regelbereich von 1 : 8,5. Je nach Anwendungsfall reduziert sich der Regelbereich aber auf 20Hz bis 75Hz, d.h. ein Regelbereich von ca. 1 : 3,75. Die Frequenzumrichter können je nach Ausführung parametrisiert werden, so dass spezielle Anfahrrampen für einen Sanftanlauf sorgen. Darüber hinaus verfügen die Geräte über externe Schnittstellen, um z.B. die Geschwindigkeit über eine externe Spannung zu regeln oder über potenzialfreie Signale das Gerät zu starten, zu stoppen oder die Drehrichtung zu ändern, etc. Antriebseinheiten mit Frequenzumrichtern kommen vor allen Dingen bei Separiertrommeln zum Einsatz, wo die Umdrehungsgeschwindigkeit wichtig für ein optimales Separierergebnis ist. Bei Förderbändern werden sie eingesetzt, um exakte Übergabegeschwindigkeiten von vorhandenen Produktionsmaschinen – z.B. Extrudern – zu gewährleisten. Darüber hinaus sorgt der Sanftanlauf für einen schonenden Betrieb bei schweren Lasten oder instabilem Fördergut, welches bei zu ruckartigem Anlauf umfallen würde.
Die Digitalen Taktschaltgeräte stellen eine weitere standardmäßige Steuerung für die Geräte von MTF Technik dar. Sie werden für 3~ 400V/50Hz inkl. 16A CEE-Stecker ausgelegt und sorgen dafür, dass das Förderband getaktet betrieben werden kann. Dies kann entweder über am Taktschaltgerät frei einstellbare Lauf- und Pausenzeiten erfolgen oder aber über einen so genannten Triggerbetrieb, bei dem nach einem potenzialfreien Kontakt das Gerät für eine einstellbare Zeit mit konstanter Geschwindigkeit läuft und dann bis zum nächsten Triggersignal stehen bleibt. Taktschaltgeräte kommen bei Anwendungen zum Einsatz, wo z.B. ein Förderband mit sehr langsamer Geschwindigkeit laufen soll. Dies kann bei Abkühlprozessen der Fall sein. Durch entsprechend kurze Lauf- und lange Pausenzeiten können sehr niedrige Durchschnittsgeschwindigkeiten erreicht werden. Ein weiterer typischer Einsatzfall sind Förderbänder, welche in Roboterzellen integriert werden. Hier übergibt eine kundenseitige Steuerung nach jedem Ablageprozess ein potenzialfreies Signal an das Taktschaltgerät, um das Förderband ein Stück vorzufahren.
Ein Kombinationsgerät aus Taktschaltgerät und Frequenzumrichter verknüpft die beiden vorgenannten Steuerungen. So kann z.B. ein Sanftanlauf in den Taktbetrieb integriert werden, um schwere Lasten auf einem Förderband zu transportieren. Dadurch werden die Antriebe geschont.
Darüber hinaus bietet MTF Technik standardmäßig noch spezielle Frequenzumrichter mit Reversierfunktion für Separiertrommeln an. Diese ermöglichen einen zeitlich einstellbaren Betrieb in zwei Richtungen, was bei Abschlagtrommeln von Bedeutung ist.
Sonderanwendungen wie z.B. die ATEX-Richtlinien oder Länderspezifika wie UL- Ausführungen, Sonderstecker, spezielle Herstellervorgaben, Reinraumausführungen, lebensmittelgeeignete Schmierfette, etc. können bei Bedarf berücksichtigt werden. Gerne stehen wir Ihnen für eine persönliche Beratung für Ihre individuelle Aufgabenstellung zur Verfügung.
Fragen und Antworten zum/zur Antriebe
Gibt es Antriebe mit regelbarer Geschwindigkeit?
Die meisten Geräte von MTF Technik werden mit Drehstrommotoren ausgestattet. Diese können bei Bedarf mittels eines Frequenzumrichters angesteuert werden. Dadurch lässt sich die Geschwindigkeit maximal im Bereich zwischen ca. 10Hz und ca. 85Hz regeln.
Je nach Gerätetyp und Belastung sollte die untere Frequenz jedoch auf ca. 20Hz angehoben werden, da das Drehmoment des Motors bei zu niedrigen Frequenzen ggf. nicht ausreicht, um das Gerät sicher in Bewegung zu setzen. Dann würde der Antrieb Schaden nehmen.
Welchen Vorteil bietet ein Frequenzumrichter?
Über einen Frequenzumrichter kann zum einen die Geschwindigkeit des Gerätes eingestellt werden. So kann flexibel z.B. auf unterschiedliche Fördermengen auf einem Förderband reagiert werden.
Darüber hinaus bietet der Frequenzumrichter den Vorteil, dass der Anfahr- und Abstoppprozess mittels einstellbarer Frequenzrampen sanft gestaltet werden kann (Sanftanlauf). Dies ist insbesondere vorteilhaft, wenn große Gewichte transportiert werden müssen und diese beschleunigt und abgestoppt werden müssen. In diesem Fall werden die Antriebskomponenten durch den Sanftanlauf deutlich geschont.
Ebenso kann es funktionell notwendig sein, einen Frequenzumrichter einzusetzen, wenn z.B. auf einem Roboterablageband Teile übereinandergestapelt werden oder insgesamt instabil stehende Teile transportiert werden sollen. Der Sanftanlauf verhindert ein ruckartiges Beschleunigen und ermöglicht so einen sicheren Transport.
Was ist ein Trommelmotor und welche Vorteile hat er?
Trommelmotoren sind elektrische Antriebe, bei denen Motor und Getriebe in der Antriebsrolle integriert sind. Der Elektromotor im Inneren treibt über das Getriebe das Rohr der Antriebsrolle an, welches entsprechend den Gurt mitnimmt.
Diese kompakte Bauweise ist insbesondere bei beengten Platzverhältnissen von Vorteil, da es außer dem Kabelausgang quasi keine überstehenden Bauteile gibt. Darüber hinaus ist der Antrieb so vor Beschädigungen geschützt.
Die Kühlung des Motors erfolgt direkt über den Gurt, welcher bei jeder Umdrehung die Wärme aufnimmt und im Förderverlauf abgibt. Dementsprechend gibt es auch keine Kühlrippen oder Luftverwirbelungen durch einen externen Lüfter. Diese Eigenschaften sind insbesondere beim Einsatz in Reinräumen gewünscht (einfache Reinigung – keine Luftverwirbelung).
Darüber hinaus sind die Trommelmotoren mit höchsteffizienten Planetengetrieben ausgestattet. Diese haben einen sehr guten Wirkungsgrad und ermöglichen den Einsatz von Motoren mit niedriger Leistung. Dies spart dauerhaft Energie.
Die hohe Effizienz hat aber auch ihre Tücken. Da die Getriebe in der Regel keine Selbsthemmung haben, können Trommelmotoren nicht bei schräg stehenden Förderbändern eingesetzt werden, die mit hohen Lasten beaufschlagt sind. In diesem Fall würde sonst beim Abschalten des Stroms das Förderband unkontrolliert rückwärtslaufen. In diesen Fällen sollten Getriebemotoren mit entsprechender Selbsthemmung oder Motoren mit Bremsen eingesetzt werden.
Was ist das Besondere an den innenliegenden Motoren?
MTF Technik bietet mit den innenliegenden Antrieben eine Spezialität im Förderbandbau an. Dabei wird ein effizienter Drehstrom-Planetengetriebemotor inkl. dem zugehörigen Steuerbauteil (Motorschutzschalter, Frequenzumrichter, Taktschaltgerät) komplett in den Rahmen des Förderbandes integriert.
Motor und Steuerung werden durch eine stabile Abdeckung aus Aluminiumguss vor äußeren Einflüssen geschützt. Zu Wartungszwecken kann die Antriebseinheit – ohne Demontage des gesamten Förderbandes – einfach aus dem Bandkörper herausgezogen werden.
Gegenüber einem Trommelmotor bietet dieses System den Vorteil, dass der Getriebemotor mit Kettenrädern verschiedener Größe ausgestattet werden kann. Somit kann einfach die Bandgeschwindigkeit geändert werden, ohne dass das Getriebe bzw. der gesamte Getriebemotor getauscht werden muss.
Wann setzt man einen Mittenantrieb ein?
Bei Förderbändern gibt es üblicherweise eine Antriebsrolle und mindestens eine Umlenkrolle. Die Antriebsrolle ist bei einem Kopf- oder Heckantrieb in der Regel fest im Rahmen montiert, während die Umlenkrolle beweglich ist, um dort die Gurtspannung aufbringen zu können. Hier muss also die Umlenkrolle in der Förderbandachse verschiebbar sein. Dies führt aber bei mehreren hintereinanderstehenden Förderbändern ggf. zum Problem, wenn sich die Größe der Lücken zwischen den Bändern dadurch verändert. Hier kann ein Mittenantrieb die Lösung sein, da in diesem Fall die Gurtspannung durch die Antriebsrolle aufgebracht wird.
Diese Art der Konstruktion ermöglicht es auch, dass Förderbänder beidseitig mit Messerkanten ausgestattet werden und dabei der Achsabstand konstant ausgeführt werden kann.
Welche Antriebsleistung benötigt ein Förderband?
Die notwendige Antriebsleistung hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehört neben der zu transportierenden Masse, bestehend aus dem eigentlichen Fördergut und dem Tragorgang (z.B. Fördergurt, Scharnierkettengurt, Drahtgewebegurt, Magnetträger, etc.) vor allen Dingen die Fördergeschwindigkeit sowie der zu überbrückende Höhenunterschied. Aber auch die Reibungswerte spielen eine Rolle. Hier macht es einen Unterschied, ob ein Fördergurt z.B. über ein Blech oder aber über Rollen gezogen wird. Auch die innere Reibung in Form von Steifigkeit des Gurtmaterials, der Bandkonstruktion (z.B. mehrere Umlenkungen), die Art und Untersetzung des Getriebes oder auch die Betriebsart (z.B. Staubetrieb) spielen eine große Rolle.
Alle diese Faktoren werden in mathematischen Formeln zusammen betrachtet und in Sonderfällen danach exakt ausgelegt.
Die absolut überwiegende Anzahl der Förderbänder von MTF Technik wird allerdings mit Antriebsleistungen zwischen 90W und 370W ausgestattet. Dies reicht für die meisten Anwendungen für Fördergewichte bis 100kg und eine Bandgeschwindigkeit von ca. 15m/min aus.
Welche Vorteile bietet ein Taktschaltgerät und wo wird es eingesetzt?
Ein digitales Taktschaltgerät ermöglicht verschiedene Betriebsarten an einem Förderband:
- Dauerbetrieb
- Taktbetrieb mit einstellbaren Lauf- und Pausenzeiten
- Triggerbetrieb über ein externes Startsignal
Im Dauerbetrieb läuft das Förderband mit konstanter Geschwindigkeit, solange das Gerät eingeschaltet ist.
Beim Taktbetrieb mit einstellbaren Lauf- und Pausenzeiten können im Display des Taktschaltgerätes die Zeiten jeweils von 0,1 bis 9999 Sekunden frei gewählt werden. Diese Betriebsart kann z.B. dann Sinn machen, wenn Bauteile auf einem Förderband abkühlen sollen und eine sehr langsame Bandgeschwindigkeit erreicht werden soll. Durch die Kombination einer kurzen Lauf- und einer langen Pausenzeit können im Mittel sehr geringe Geschwindigkeiten realisiert werden, die über einen Frequenzumrichter nicht möglich wären.
Der Triggerbetrieb setzt ein externes Startsignal in Form eines potenzialfreien Kontakts voraus. Dies ist vor allen Dingen dort vorteilhaft, wo eine Produktionsmaschine mit längeren Zykluszeiten Produkte auf das Förderband abgibt. Hier kann mit jedem Produktionszyklus ein potenzialfreier Kontakt an das Taktschaltgerät übergeben werden. Dieser Impuls lässt das Förderband für eine am Taktschaltgerät frei einstellbare Zeit laufen. Anschließend bleibt das Förderband stehen, bis ein nächster Triggerimpuls erfolgt.
Hat die Produktionsmaschine eine Störung und läuft nicht mehr, so bleibt entsprechend auch das Förderband stehen. Der Energieverbrauch sowie Verschleiß werden dadurch reduziert.